kleine Geschichtsstunde

Als Scraps werden häufig kleine, in Farbe gdruckte und manchmal geprägte Papierzuschnitte bezeichnet.

In viktorianischen Zeiten war das Sammeln und Tauschen von Scraps ein beliebter Zeitvertreib für Groß und Klein und sie werden auch weiterhin in allen Teilen der Welt gesammelt und getauscht.

Scraps erschienen erstmals zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Form von einfachen schwarz-weiß Radierungen.
Diese wurden später oft von Hand coloriert. Ab ca.1820 wurden mehr verschiedene Motive erarbeitet. Jetzt waren sie auch manchmal geprägt.
Ein Prozeß, bei dem die Rückseite des Papiers gestempelt wurde und die Vorderseite dadurch ein dreidimensionales Erscheinungsbild erhielt.

Innerhalb des nächsten Jahrzehnts wurden die Druck-und Prägevorgänge automatisiert und die Druckmenge somit erhöht.

Viele der besten Scraps wurden in Deutschland produziert, wo die Bäcker und Konditoren die kleinen Reliefs verwendeten um Kuchen und Kekse für besondere Anlässe wie Weihnachten, Hochzeiten, Taufen, Ostern ect., zu dekorieren.

1837, dem ersten Jahr der Herrschaft von Königin Viktoria, war die Erfindung des Farbdruckes bekannt als Chromolithographie.
Jetzt wurden die bunten geprägten Bilder auch verkauft. Die einzelnen Bilder waren durch kleine Papierstreifen verbunden um sie in der richtigen Position zu halten.
Die mühsame Aufgabe, die kleinen Bildchen zuzuschneiden entfiel und der Vertrieb begann sich deutlich zu erhöhen.

Für Sammlungen gab es eigenens produzierte Alben.
Scraps-Sammler füllten nun die Seiten dieser, ihrer Alben mit Bildern zum Teil nach Themen, zum Teil nach Hersteller gruppiert.

Gefragte Themen waren unter anderen kinder, Tiere, Engel, Vögel ect.
Auch beliebt waren Militär- und Marinemotive.

einige der bekanntesten Hersteller sind zum Bsp.:

 
 Mamelok Press Ltd. (Mlp)
 Ernst Freihoff
 Proba
 E.A. Schwerdtfeger
 Berlin (EAS)
 AFKH Arthur F. Krüger
 später nur noch Küger
 WH Wolf Hagelberg Berlin
 PZB Paul Zoecke Berlin
 Taunus Card
 Heller Wien
 WS / WK

natürlich nicht zu vergessen der                 

VEB Postkartenverlag bzw Planet-Verlag Berlin  DDR.

und neuerdings gibs auch von Depesche ( Diddl)  sogenannte Oblatis , kleine Hefte mit je 6 Bögen in 3 verschiedenen Motiven, mittlerweile gibt es 6 Hefte.

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